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Zehn Unternehmen wollen in Kirchmöser schadstofffreie Züge entwickeln / Start mit Prominenz

Bahnchef Rüdiger Grube und die Vertreter von neun Industriekonzernen haben gestern in der Signalstraße in Kirchmöser die Absichtserklärung für ein gemeinsames Großprojekt an diesem Ort unterzeichnet, das den Namen DB Eco Rail Center trägt.

 

Vom nächsten Jahr an soll in Kirchmöser eines der modernsten Kompetenzzentren der Welt für Bahntechnologie entstehen. Bahnchef Grube sprach in der Auftaktveranstaltung mit den Bundesministern Frank Walter Steinmeier und Wolfgang Tiefensee (beide SPD) vor rund hundert Mitstreitern und Gästen von einer „Vision“, die in Zeiten der Krise „sehr kühn“ sei.

 

Am Ende stehe ein Schienentransport mit „Null Emissionen“. „Die Vision zeugt nicht von Kleinmut, ist aber auch kein Zeichen von Größenwahn“, betonte der Mehdorn-Nachfolger an der Spitze der Deutschen Bahn.

 

Das Gemeinschaftsprojekt der Bahn mit Großkonzernen wie Siemens, Bombardier und Linde befindet sich nach den Worten des Bahnvorstands noch in der Initialphase. Daher könne er noch nicht sagen, wie viel Geld die Bahn und ihre Partner am Standort Kirchmöser investieren und wie viele Arbeitsplätze entstehen werden. Näheres dazu lasse sich erst nächstes Jahr in der Umsetzungsphase sagen.

 

Mut und Weitsicht verbinden sich für Grube mit dem gemeinsamen Projekt starker Partner, in dem sich „zusammen findet, was zusammen gehört“. Einer allein könne ein solches Projekt gar nicht stemmen. Die Rolle der Deutschen Bahn definierte Rüdiger Grube als die einer „treibenden Kraft und verbindenden Klammer“.

 

In Kirchmöser werde künftig ein Signal für Nachhaltigkeit gesetzt. Dort würden saubere, emissionsfreie Fahrzeuge entwickelt, erprobt und zur Marktreife geführt. Das DB Eco Rail Center werde einen „entscheidenden Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes leisten“.

 

Kurzfristig hält Grube es für möglich, den Schadstoffausstoß vor allem bei Dieselfahrzeugen zu verringern. „Wir wollen eine vollkommen emissionsfreie Transportkette bieten“, kündigte der Vorsitzende des Bahnvorstands an.

 

Außenminister Frank Walter Steinmeier gab den Startschuss für die Weiterentwicklung klimafreundlicher Mobilität: „Das Bahnforschungszentrum in Kirchmöser ist ein Zukunftsprojekt für die ganze Region“, sagte Steinmeier und fügte hinzu: „Ich will, dass Deutschland zum Ausrüster der Welt für umweltschonende Produkte wird.“

 

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) und Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) sagten die Unterstützung der Stadt und des Landes für das Vorhaben der Industrie zu. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee bekannte sich für die Bundesregierung zu diesem „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. (Von Jürgen Lauterbach)

 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 11.08.2009

 

 

 
WIRTSCHAFT: Die Bahn gibt ein sauberes Signal | 05.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

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