Der eigene Fertiger sichert Bitumen-Nachschub

Am Gleisdreieck und in der Froschallee wird bis zum Monatsende die Verkehrsfreigabe erfolgen
Jetzt geht alles ganz schnell: Noch heute wollen die Straßenbauer der Firma Ostbau aus Osterburg im Landkreis Stendal mit der Bitumendecke der Straße Am Gleisdreieck fertig sein. „Für den knappen Kilometer Länge brauchen wir nur zwei Tage“, sagt Polier Peter Lemke.
Nach dem mehrmaligen Verschieben des Fertigstellungstermins wegen des langen Winters auf nunmehr Ende Mai kann die Straßenfreigabe wohl doch noch in diesem Monat erfolgen. „Mit der Straße sind wir bald fertig, unser Subunternehmer muss es nur schaffen, mit den Bäumen und den Begleitmaßnahmen hinterher zu kommen.“ Die Gartenbaufirma Lubitz ist beauftragt, die Böschungen und einen Lärmschutzwall herzustellen und zu begrünen – die so genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind bei allen Bauprojekten vorgeschrieben, bei denen Boden versiegelt wird.
Auf fast 1000 Metern Länge ist die 6,50 Meter breite Fahrbahn Am Gleisdreieck erneuert worden, hinzu kommen 300 Meter Froschallee auf 4,50 Meter Breite. Die hat die Bitumenmaschine in einem Zug erledigen können, erzählt Lemke. Die breitere Fahrbahn wird dagegen in zwei Streifen mit Mittelnaht hergestellt. „Die Firma Ostbau ist ganz fix und sehr professionell“, lobt die städtische Projektleiterin Christiane Hoffmann. „Sie hat auch eigene Fertiger für das Bitumen, muss sich also nicht bei Fremdfirmen anstellen. Bei schönem Wetter rufen ja alle Firmen nach Einbaumaterial.“
In den nächsten Tagen gibt es dennoch einiges zu erledigen bis zur Freigabe: Die Fahrbahnen müssen markiert sein, die Verkehrsbehörde im Ordnungsamt muss ihr Einverständnis zur Beschilderung geben. Nicht zuletzt muss an den Übergängen der Bahnanschlüsse noch Signaltechnik installiert werden; die Aufträge für die Andreaskreuze mit blinkendem Warnlicht an den drei Übergängen sind gerade rausgegangen, sagt Christiane Hoffmann. „Wir müssen frühzeitig an die Zeit denken, wenn das Industriegebiet Süd einmal ausgelastet ist. Dann können wir nicht erst mit dem Nachrüsten beginnen.“
Die Arbeiten an beiden Straßen hatten im vorigen September begonnen, zuerst hat das Verlegen der Leitungen in der Erde länger gedauert als geplant, dann kam der Frost hinzu. Eigentlich sollte zum Jahreswechsel die neue Fahrbahn schon befahrbar sein.
Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 15.04.2009
(André Wirsing)