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Eltern suchten den neuen Spielplatz in Kirchmöser-Ost selbst aus

KINDER: Die Nachbarn hüten das Kinderparadies

Die Stadt macht, was ihre Einwohner wollen. Einen Beweis dafür traten die Stadtverwalter gestern in Kirchmöser an. Dort gibt es einen neuen Spielplatz – seit langer Zeit wurde ein solcher von der Kommune neu und zusätzlich angelegt. Selbst den Platz für das Kinderparadies durften die Eltern sogar selbst bestimmen, drei Standorte gab es zur Auswahl – die Vertreter der Bürgerinitiative entschieden sich schließlich für die Turmstraße. Der erschien ihnen geeigneter als direkt an der Grundschule oder Am Hang. Dem Auswahlprozess vorausgegangen war eine Aktion, bei der die Eltern mehr als 100 Unterschriften gesammelt hatten, weil ihre Kinder nicht immer erst von Kirchmöser Ost ins Dorf zum Spielen laufen sollten.

 

Gestern nun konnten die Mädchen und Jungen der Kita am Wusterauer Anger ihren neuen Platz in Beschlag nehmen. Simone Schad, Vorsitzende der Bürgerinitiative, hatte zuvor mit der kleinen Antonia das rote Band zerschnitten. Neben der engagierten Mutter hatte Bauverwalterin Martina Müller den größten Anteil am Gelingen des Vorhabens, doch sie fehlte gestern wegen Krankheit. „Dem Engagement von Martina Müller ist es zu verdanken, dass alles so schnell und reibungslos funktionierte“, lobt Karl-Heinz Erler, Chef der Bauverwaltung, seine Mitarbeiterin. Sie hat die Eltern und Erzieher nicht nur bei der Standortsuche unterstützt, sondern auch zum Planen und Bauen befragt. „Der Platz ist ein Prachtstück geworden“, freut sich Simone Schad.

 

Auch Ortsvorsteherin Ines Budick ist die Freude ins Gesicht geschrieben. Doch nutzte sie die Anwesenheit der Stadtverwalter, um weiterzuverhandeln. Jörg Riechardt vom Grünamt musste sie nicht lange überzeugen. „Was dem Platz noch fehlt, sind zwei Bänke. Und es müsste Rasen gesät oder Holzschnitzel ausgebreitet werden. Sonst müssen in die Kita noch zusätzliche Fußwaschbecken eingebaut werden wegen des vielen Sandes.“ Riechardt sagte sofort zu: „Dass geht in Ordnung.“ Für die Bänke will er nächste Woche ein Angebot einholen. Um den Sand wird er sich jedoch nicht kümmern. „Ich weiß, dass Frau Müller da schon etwas geplant hat.“

 

Die Anwohner haben den Abenteuerspielplatz längst ins Herz geschlossen. Sie sorgen dafür, dass er ordentlich bleibt und Geräte nicht beschädigt werden. „Wir haben Spielplatzpaten, die nach dem Rechten sehen“, sagt Kita-Chefin Edeltraut Wazda. Und das machen sie auf allen Bolzplätzen in Kirchmöser.

 

(Von Undine Drogi)



 
KINDER: Die Nachbarn hüten das Kinderparadies | 04.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

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