Neues Wahrzeichen für Kirchmöser
   
  HomeKontaktSitemapImpressum  
 
PEK GmbHOrtsteil KirchmöserMediaService
 
Neues Wahrzeichen für Kirchmöser


Schwarzer Koloss ging in die Lüfte

 

Kirchmöser (geh). Ihre letzte Fahrt als Nichtraucher und auf einem Tieflader! Das hatte sich die Dampflok mit der Fahrzeugnummer 528017-7, gebaut 1944, anders vorgestellt. Aber so entgeht sie dem Schicksal vieler ihrer Artgenossen, der Verschrottung, und wird zu höherem berufen.


Der schwarze Koloss soll als technisches Denkmal an die Beziehungen zur Eisenbahn erinnern und die Bedeutung der Bahn für die zukünftige Entwicklung in Kirchmöser dokumentieren. Wer aus Richtung Plaue kommend über die neu erbaute Brücke den Kreisel Am Seegarten passiert, erlebt neben der großartigen Aussicht von der Brücke auf die Seenlandschaft und dem Blick auf den Obelisken nun die dritte Sehenswürdigkeit.


Mit einem Dampflokfest feierte der Gewerbe- und Industrieverein Kirchmöser die
technische Meisterleistung, das Umsetzen der mit Tender 23 Meter langen und 100 t schweren Dampflok.


Die in über 4.000 Arbeitsstunden restaurierte Güterzuglokomotive der Baureihe
52 fand auf der Grünanlage zwischen Platanenallee und Wusterwitzer Straße ihren Stammplatz. Dass die dicken Dinger stanken und ohrenbetäubenden Krach verbreiteten, ist für die Eisenbahnfreunde heute sekundär. Etwa 2.000 Schaulustige und besonders die ehemaligen Eisenbahner schwelgten beim Anblick der Lok in Erinnerungen und waren von der gezeigten Präsentation vollauf begeistert. Kindern und Jugendlichen, denen die Ära des Eisenbahnerstandortes Kirchmöser nicht mehr bewusst war, bot sich eine Gelegenheit, die Entwicklung der Stadtgeschichte durch die Eisenbahn, wenigstens auf Bildern, nachzuvollziehen. Begonnen hatte die Eisenbahnertradition in Kirchmöser direkt nach dem Ersten Weltkrieg.


Neuer Eigentümer der Werksanlagen mit mehr als 220 Backsteingebäuden der
Königlichen-Preußischen Pulverfabriken wurde die Reichsbahn. Im Eisenbahnwerk Brandenburg-West, wie die erste Bezeichnung dieses Betriebes lautete, wurden ganz bestimmte Lok-Baureihen instandgesetzt.


Fast 2.800 Arbeiter und Angestellte reparierten und warteten Lokomotiven
und Waggons nach modernen Methoden.

 

Artikel aus dem Preußenspiegel vom 07.05.2008

 

 

Kirchmöseraner Pendel“


Die Taufe der Museumsdampflokomotive der Baureihe 52 am heutigen Tage auf den Namen „Kirchmöseraner Pendel“ wurde aus diversen Namensvorschlägen, die über den Bürgerverein Kirchmöser, dem Industrie- und Gewerbeverein Kirchmöser e.V. sowie von einigen Kirchmöseranern, die dem Presseaufruf zu Namensvorschlägen gefolgt waren, gebildet, sehr wohl wissend, dass „unsere“ Museumslokomotive hier nie gefahren ist.


Mit dem Namen soll durch die Bezeichnung „Kirchmöseraner“ die Ortsverbundenheit zum traditionellen Bahnstandort Kirchmöser sich auch in der Namensgebung wieder finden und bereits mit diesem Namenszusatz offensichtlich für den wieder belebten traditionellen Bahnstandort werben.


Der „Pendel“ war bereits für die Reichsbahn im Jahre 1921 eingerichtet worden und bezeichnete den Werkspendelverkehrs zwischen dem Bahnhof Kirchmöser und dem Nordtor. Dieser Pendelzug fuhr nach dem 2. Weltkrieg zum Schichtwechsel je Richtung 3 x am Tag und beförderte bestimmte Personenzüge aus Genthin und Brandenburg bis zum Eingang des damaligen Reichsbahnausbesserungswerke/Werk für Gleisbaumechanik bzw. auch bis zum Nordtor. Zum Teil wurden innerhalb des Werkes Halte-/Aussteigepunkte errichtet. Später wurden eigene Pendelzüge, gezogen durch Werklokomotiven für die Beförderung der beschäftigten Personen eingesetzt. Letztmalig fuhr der Werkpendel im Frühjahr 1991.

 

Der Pendel war notwendig, um die vielen Arbeitskräfte innerhalb des Industriestandortes pünktlich zu ihren Arbeitsstätten zu bringen. Mit dem Zusatz „Pendel“ im Namen der Lok soll der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, dass zukünftig auch die Arbeitskräftezahl am traditionellen Bahnstandort Kirchmöser wieder einen erheblichen Umfang erreichen wird, wenn auch die alten Beschäftigungszahlen (zeitweise über 5.000) nicht mehr erreicht werden können.


Leiter der städtische Projektgruppe Kirchmöser/Regionalmanagement Kirchmöser/PEK GmbH am 24.04.2008 - Hans-Joachim Freund, Dirk Zielke


Quelle: Jörg Schulze, Das Eisenbahnwerk Brandenburg-West, 1. Aufl. 2000

 

 

 
Neues Wahrzeichen für Kirchmöser | 05.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

Keine News in dieser Ansicht.