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Nicht ein Lehrling fiel durch



Ein angeregtes Gespräch zwischen Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns und Marcel Schülke aus dem 1. Lehrjahr. Foto: Krüger

Geld verdienen durch Ausbildung junger Brandenburger

 

Kirchmöser (wok). "Ich danke demjenigen, der die Idee hatte, uns ab dem 3. Mai die Museumslok quasi vor die Tür zu stellen. Solche Werbung hat schließlich nicht jeder. Denn bald wird es heißen: Wo ist die Spema? Antwort: Na, bei der Lok!" Hanjo Sawitzki, gemeinsam mit Georg Wolter Geschäftsführer der Spezialmaschinenbau und Ausbildungs GmbH in Kirchmöser, begann so seine kurze Festrede aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Betriebes. Dazu eingeladen waren Beschäftigte, Auszubildende und Schüler der Berufsorientierten Oberschule Kirchmöser, Vertreter zahlreicher Partnerbetriebe sowie Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns, Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann (beide CDU) und IHK-Präsident Dr. Victor Stimming.

 

"Vor zehn Jahren hat keiner von uns an eine solch gute Bilanz gedacht", sagte Hanjo Sawitzki. Und er erinnerte daran, dass es Ende 1997 nur zwei Alternativen gab: entweder in die alten Bundesländer zu gehen oder hier etwas Neues aufzubauen. Denn die Deutsche Bahn AG hatte das Ende der Lehrausbildung in Kirchmöser beschlossen. "Wir sind geblieben, haben mit fünf Mitarbeitern begonnen und überall um Auszubildende geworben. Das Elektrostahlwerk, E-on, ZF und Gleisbaumechanik waren die ersten, die ihre Lehrlinge bei uns ausbilden ließen. Mehr als 300 junge Menschen haben wir seither zum Facharbeiter ausgebildet, 25 von ihnen haben mit der Note 1 bestanden und nicht ein einziger ist bei den Prüfungen durchgefallen. Bewährt hat sich bei uns der Zusatzunterricht, um vor allem die Kenntnisse in Mathematik zu verbessern. Dass die Jungs zu fast 100 Prozent dazu auch an Sonnabenden hierher kommen, spricht für sich."

 

Der spontane Beifall der Gäste der Festveranstaltung war zugleich Dank und Anerkennung für diese im Land nahezu einmalige Bilanz.

 

Zur Erfolgsbilanz gehört auch, dass in wenigen Tagen 25 Auszubildende des dritten Lehrjahres für ein fünfwöchiges Praktikum nach Terni in Italien reisen werden. Schon zum 9. Mal fahren Kirchmöseraner Lehrlinge nach Italien. Dreimal waren italienische Schüler zum Gegenbesuch hier.

 

Neben der Ausbildung konzentriert sich die Firma auf den Bau von Spezialmaschinen, Vorrichtungen und Produktionsmustern. Im Laufe der Jahre tätigte die Spema Investitionen von mehr als zwei Millionen Euro. Es galt, neue Technik anzuschaffen und wegen zunehmender Aufträge eine neue Produktionshalle zu errichten. Besonders stolz sind die mittlerweile 20 Beschäftigten, die in drei Schichten arbeiten, auf die Zertifizierung, d.h., es gab eine Art Gütesiegel für die Arbeit.

 

Brawo, 30. April 2008

 
Nicht ein Lehrling fiel durch | 05.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

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