„Gern zeigen wir heute internationalen Kunden den Standort Kirchmöser“

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 Friedhelm Hahn, Geschäftsführer der GBM Gleisbaumechanik Brandenburg an der Havel
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Im Gespräch mit Friedhelm Hahn, Geschäftsführer der GBM Gleisbaumechanik Brandenburg an der Havel GmbH
„Kirchmöser ist in der Branche weit über die Landesgrenzen bekannt“
Bahntradition besteht in Kirchmöser seit 1920, als die Deutsche Reichsbahn bahntechnisch geprägte Betriebe hier ansiedelte. So ist Kirchmöser mit der Bahn entstanden und gewachsen, auch in der Nachwendezeit. “Unsere Firma GBM ist im Jahr 2002 hier mit dem Kauf der DBAG neu entstanden. Den Gleisbau gab es bereits. Die Spezialisierung auf Instandsetzung kamdazu. Bahnkompetenzzentrum – diesen großen Namen kann Kirchmöser zu Recht tragen“ meint der GBM-Geschäftsführer Friedhelm Hahn.
„Wir sind heute in Deutschland einer der größten Instandhalter von Schienenfahrzeugen.“
Das sagt der GBM-Geschäftsführer auch mit Stolz, wohl wissend, dass die Bahnbranche durch Bahnreform und Wettbewerb schwere Jahre hinter sich hat. Auch bei GBM gibt es nicht nur Erfolgsstorys. Vor allem die Öffnung der Beschäftigungsmärkte in Richtung Osten und der Preisverfall haben die Auftragslage vor einigen Jahren verschlechtert. Inzwischen hat sich die Lage stabilisiert und die Firma bietet vor allem mit Instandhaltung, Revisionen sowie Fristenuntersuchungen und vor allem Serviceleistungen eine breite Palette für Bahnunternehmen an.
„Eine Havarie bei Schienenfahrzeugen ist äußerst selten – der Normalfall ist der Service um eine Havarie zu vermeiden“.
Wie wichtig Service, Instandhaltung und Modernisierung von Schienenfahrzeugen sind, wird am deutlichsten wenn tatsächlich einmal ein Havariefall bei der Bahn vorkommt. Dann merkt man sofort am Telefon, dass die Nerven blank liegen. Schienenfahrzeuge sind nicht mit Autos zu vergleichen, weil bei Schiene und bei der Bahn gleich ein riesenlogistisches System dahinter steht. Wir haben 23 Mitarbeiter, die im direkten Servicebereich arbeiten, mit über 15 Servicefahrzeugen und mit einem 24 Stunden Service. Davor liegt die Seele der Geschäftes – das sind für mich die Männer
und Frauen, die den Service vorbereiten, die Wochentouren und Pläne machen, mit den Kunden alles abstimmen.
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„Unsere Leute haben eine Beziehung zur Bahntechnik“
Im Kleingedruckten: Das geht bis zu Pufferknutschern, wie Friedhelm Hahn liebevoll die stärksten Eisenbahnfans bezeichnet. Der Geschäftsführer sieht es als Standortvorteil, dass die meisten der Mitarbeiter direkt in Kirchmöser leben, traditionell und familiär mit der Eisenbahn und der Bahntechnik verbunden sind. Das schafft Motivation, eine hohe Einsatzbereitschaft und natürlich den Stolz auf das, was sich hier in Kirchmöser getan hat. „Wir fühlen uns am Standort Kirchmöser und in Brandenburg an der Havel sehr wohl und nach dem, was jetzt hier entstanden ist, laden wir unsere internationalen Kunden richtig gern hierher ein. Die staunen dann immer, wie nah Arbeit und Erholung in dieser Gegend beieinanderliegen.“
„Wir haben sehr großes Interesse an regionalen Kreisläufen“
Wenn Preis und Leistung stimmen, dann wollen wir das, was aus der Region bezogen werden kann, gern auch inder Region kaufen. Mit dem engen Kontakt der Firmen in Kirchmöser untereinander, aber auch zu anderen Firmen der Region, hat GBM gute Erfahrungen gemacht. Der persönliche Kontakt, die gute Betreuung und gemeinsame Problemlösung ist mitunter sogar ein Sparpotenzial. Friedhelm Hahn erinnert sich an die Suche nach einem neuen Wärmeversorgungssystem für die riesigen Hallen von GBM im Jahre 2003 gemeinsam mit StWB. In die 12 Meter hohen Hallenwurden Erdgas-Strahler an die Decken gebracht. Diese Art der Heizung ist besonders sparsam, weil die Strahlungsheizung punktgenau eingestellt werden kann. Die Wärmeverluste sind geringer und – so der Geschäftsführer – die Einsparpotentiale enorm.
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