HomeKontaktSitemapImpressum  
 
PEK GmbHOrtsteil KirchmöserMediaService
 

1832 - Als Möser brannte


Vor 175 Jahren wütete ein vernichtendes Feuer im heutigen Kirchmöser


Kirchmöser – bis 1904 unter dem Namen Möser bekannt und 1952 nach Brandenburg eingemeindet – hat eine beträchtliche Ausdehnung. Heutzutage sind Kirchmöser West, Ost und Dorf feste Begriffe. Letztgenannte Siedlung, die sich zwischen dem Möserschen und dem Wusterwitzer See erstreckt, wurde bereits in Urkunden aus den Jahren 1368 (als Mosen) und 1400 (als Kirchmosere) erwähnt. Einen schweren Schicksalsschlag gab es im September 1832, als ein Großfeuer dieses Dorf vernichtete.

Zu jenem denkwürdigen Ereignis schrieb damals, vor genau 175 Jahren, Prediger Heine im Brandenburger Anzeiger folgenden Bericht: „Am vorgestrigen Abend um halb 11 Uhr traf mein Filial-Dorf Möser da Unglück, das eine schreckliche Feuerbrunst in dem Zeitraum von einer Stunde zehn Bauernhöfe mit sämtlichen Wirtschaftsgebäuden in Asche legte und deren Besitzer in die größte Not versetzte, wovon etliche arm und verschuldet sind und mit den betrübensten Aussichten in die Zukunft blicken. Zwei von ihnen, die Ackerleute Lucke und Möbes, haben gar nichts als das Leben gerettet und beinahe nackend dem Feuer entspringen müssen. Ersterer ist von Flammen so geschädigt, daß jetzt große Sorge um sein Leben ist, -ein Vater von fünf Kindern-, dessen Vieh verbrannte. Es ist das herzzerreißenden Jammers und Wehklagens bei dem Verluste der sämtlichen Erntevorräte, des Mobiliars usw. viel bei dem herannahenden Winter... Noch kann ich nicht unterlassen, es im Namen des Dorfes mit Dank anzuerkennen, daß auch die Spritze der Stadt Brandenburg herbeigeeilt ist. Viesen, den 10. September 1832.“


Zehn Jahre später standen im Dorfwieder 37 Häuser, in denen 232 Einwohner lebten, die vornehmlich als Bauern und Fischer tätig waren.



Brandenburger Wochenblatt vom 19.09.2007

 


 
1832 - Als Möser brannte | 05.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

Keine News in dieser Ansicht.