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Weichenbauunternehmen BWG gründet Joint-Venture in China für größten Auftrag ihrer Geschichte


Mutterkonzern voestalpine AG baut mit dem Markteintritt in China die weltweit führende Position in der Hochgeschwindigkeitstechnologie weiter aus.
Neu errichtetes Produktions-Joint-Venture mit einer Gesamtinvestition von mehr als 21 Mio. EUR und rund 300 Beschäftigten.
Zur Produktion von Hochgeschwindigkeitsweichen für 3 chinesische Eisenbahngesellschaften im Auftragswert von 120 Mio. EUR.
Basis für langfristige Zusammenarbeit zur Entwicklung von Technologien exklusiv für den chinesischen Markt.





"Handshake nach vollbrachter Unterschrift"
Personen von links nach rechts:
Dr. Marc Kaddoura, Vorstandsdirektor VAE
WU Zhao`an, General Manager CRSBG
Thomas Kalkbrenner, Sprecher der BWG-Geschäftsführung

Die BWG, ein Unternehmen der börsenotierten österreichischen voestalpine AG, gründet in China ein neues Joint-Venture für den bisher größten Einzelauftrag ihrer Firmengeschichte. Dieser Lieferauftrag mit einem Wert von 120 Mio. EUR umfasst 320 spezielle, basierend auf der weltweit führenden Hoch- geschwindigkeits-Weichentechnologie der BWG entwickelte und produzierte Hochgeschwindigkeitsweichen für drei verschiedene chinesische Eisenbahngesellschaften.


„Seit Anfang der 1990er Jahre sind wir in China aktiv, um am chinesischen Eisenbahnmarkt – einem Markt mit enormem Wachstumspotenzial – Fuß zu fassen. Unsere Mitarbeiter haben hier über Jahre eine hervorragende und sehr engagierte Arbeit geleistet. Mit der Vertragsunterzeichnung wurden unsere langjährigen Bemühungen nun letztendlich honoriert und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine langfristige Zusammenarbeit geschaffen,“ so Thomas Kalkbrenner, Sprecher der BWG-Geschäftsführung.


Außerdem unterstreicht dieser Erfolg auch die Attraktivität der voestalpine- Hochgeschwindigkeits- Technologie, da über das Weichensegment hinausgehend auch der Bereich Schienentechnik einen umfangreichen Liefervertrag für Hochgeschwindigkeits- schienen abschließen konnte. Nach der Marktführerschaft in Europa und Nordamerika sowie der Expansion nach Indien konnte die Weichensparte der voestalpine damit nun auch den Markteintritt in China vollziehen. Im Bereich der Bahnsysteme ist der voestalpine-Konzern damit nun auf allen langfristig dynamisch wachsenden Märkten der Welt mit lokalen Produktionsstandorten vertreten.


 

BWG mit industrieller Führung des neuen Joint-Venture-Unternehmens


An dem neu gegründeten Weichenbauunternehmen CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. sind der chinesische Partner CRSBG – China Railway Shanhaiguan Bridge Group Co., Ltd. und die BWG gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft VAE zu je 50 % beteiligt, wobei die BWG die industrielle Führung innehaben wird. Die Gesamtinvestitionen in das neue Unternehmen werden 21,5 Mio. EUR betragen, wovon jeweils die Hälfte auf die beiden Joint-Venture-Partner entfällt. Um den chinesischen Markt besser bedienen zu können, wird auf einem vom Gelände des chinesischen Partners abgetrennten Grundstück in Qinhuangdao, etwa 300 km östlich von Peking, ein neues Werk zur Weichenfertigung errichtet. Qinhuangdao liegt in der Provinz Hebei, der Partnerregion des Landes Brandenburg. Die neue Gesellschaft soll rund 300 Mitarbeiter beschäftigen, davon 210 in der Produktion.



Lieferauftrag auf Basis der international erfolgreichen BWG-Technologie


Sämtliche Strecken, an denen die 320 Weichen des Großauftrages verlegt werden, befinden sich bereits in Bau und werden im System der „Festen Fahrbahn“-Bauart Rheda errichtet. Dieses System hat sich beispielsweise bei dem von BWG im Jahr 2002 fertiggestellten Großprojekt, dem Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln/Rhein-Main, bewährt. „Die weltweit anerkannte Referenzstrecke Köln/Rhein-Main hat zusammen mit Anwendungen bei weiteren Großprojekten in Taiwan und in den Niederlanden am Ende auch die chinesischen Bahngesellschaften überzeugt“, betont Kalkbrenner.


Der Lieferauftrag läuft bis 2009. Schon im Spätsommer 2007 soll der Planung entsprechend mit der Montage der anfangs noch aus deutscher BWG-Produktion gelieferten Weichen im neu errichteten Werk begonnen werden. Mit Jahresbeginn 2008 werden dann weitere Produktionsschritte in der Teilefertigung in das chinesische Joint-Venture-Werk verlagert, ehe ab 2009 die Hochgeschwindigkeitsweichen komplett in China gefertigt werden können. Chinesische und deutsche Ingenieure werden in weiterer Folge Entwicklungen ausschließlich für den chinesischen Eisenbahnmarkt erarbeiten. Die BWG wird das dafür benötigte Know-how in das Joint-Venture einbringen, und ihre Experten werden mit der bereits in zahlreichen Projekten erworbenen Erfahrung das Joint-Venture in der Anfangsphase technologisch unterstützen.


Die Aktivitäten der BWG, am chinesischen Eisenbahnmarkt Fuß zu fassen, wurden von der Landesregierung Brandenburg von Beginn an stark unterstützt und gefördert. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns begrüßt die Entscheidung der BWG, mit einem Joint-Venture den chinesischen Markt zu erschließen. „Damit steigt ein hochinnovatives brandenburgisches Unternehmen in einen der weltweit am stärksten expandierenden Märkte ein. Das zeigt, welche Kompetenz Brandenburger Unternehmen auch in dieser Wachstumsbranche aufgebaut haben.“


Im Jahr 2005 war BWG an der Unternehmerreise von Wirtschaftsminister Junghanns nach China beteiligt. „Die Gespräche vor Ort haben sich gelohnt. Ich freue mich, dass die Kontakte nun Früchte tragen. Mit dem Engagement unter anderem an der Bahnstrecke Beijing – Tianjin ist BWG auch an der prestigestarken Verbindung der beiden chinesischen Olympiastädte beteiligt“, betonte Minister Junghanns. „Der Schritt der BWG nach China stärkt das Unternehmen und damit auch den Standort Brandenburg-Kirchmöser. Kirchmöser ist eines der Zentren der verkehrstechnischen Kompetenz in der deutschen Hauptstadtregion.“


Rückfragehinweis

Eva Maria Häfner, Marketing & PR

BWG GmbH & Co. KG, Wetzlarer Straße 101, 35510 Butzbach

T. (06033) 892-310

e.haefner@bwg-wbg.de

www.bwg.cc

www.voestalpine.com


 
BWG gründet Joint-Venture in China | 04.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

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